Startseite

Herzlich willkommen!

Hier berichte ich über meine Schreibprojekte, stelle Bücher vor, die mir gefallen und teile meine Erfahrungen beim Schreiben. Die großen Projekte sind die Überarbeitung meines ersten Romans, das Plotten einer Trilogie und das Schreiben eines plattdeutschen Theaterstücks. Weiter schreibe ich Kurzgeschichten, die ich bei Schreibwettbewerben einreiche. Gedichte schreibe ich eher selten, da ich diesbezüglich „taktlos“ bin und diese Kunst und das damit verbundene Handwerk erst noch lernen muss.

Janthe Schröder

Aktuelles:

27.01.2026

Das neue Jahr hat entspannt begonnen. Anfang Januar habe ich meinen Beitrag zur „Vertell doch mal“-Ausschreibung zum Thema „Kuddelmuddel“ eingereicht. Diese anderthalb Seiten lange Kurzgeschichte auf Plattdeutsch habe ich mehrfach korrigieren müssen. Immer wieder sind mir kleine Fehler aufgefallen. Es war zum Verrücktwerden –  am Ende hatte ich 22 Ausdrucke, bis ich den Text abschicken konnte.

Aktuell schreibe ich keine Texte für Schreibwettbewerbe. Das ist ein seltsames Gefühl, da ich „nur“ noch mein Theaterstück und meinen Roman zum Überarbeiten auf dem Schreibtisch habe. Passend dazu lese ich gerade von David Michael Kaplan das Buch „Die Überarbeitung“ von 2002. Das Buch ist zwar schon etwas älter, aber trotzdem sehr zu empfehlen. Ein Kapitel dreht sich um das Überarbeiten vor dem Schreiben. Kaplan regt an, sich vor dem Niederschreiben Gedanken zu machen und verschiedene Szenarien im Kopf durchzuspielen. Das kann ich auf das Theaterstück anwenden, indem ich einige Figuren stark umgestalte und mir auch ein anderes Ende vorstellen kann. Bei meinem Roman spiele ich das mit der Frage „Was wäre, wenn …“ durch. Ein Beispiel: Was wäre, wenn es die beste Freundin der Hauptfigur nicht gäbe? Diese Figur bereitet mir ziemliches Kopfzerbrechen, weil sie mir immer wieder entgleitet – ist es da nicht verlockend, sie einfach rauszustreichen? Ja, es ist verlockend und nein, ich brauche diese Figur. Also weiter an der Entwicklung der Figur arbeiten, bis ich sie zu fassen bekomme.

 

20.12.2025

Das Jahr 2025 ist neigt sich dem Ende zu. Zeit für einen Rückblick und einen Blick auf das Jahr 2026. Das Highlight war für mich im Juni die Preisverleihung bei dem „Vertell doch mal“ Schreibwettbewerb von NDR, Radio Bremen und Ohnsorg-Theater. Vor Ort erst zu erfahren, dass ich den 5. Platz gemacht habe und dann kurze Zeit später auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters von Jared Dibaba interviewt werde, hat mich sehr überrascht. Da fiel es mir bei der ganzen Aufregung schwer, Plattdeutsch zu sprechen.

Ich habe in diesem Jahr viel Plattdeutsch über VHS-Kurse gelernt und mache damit auch 2026 weiter. Die Grammatik und die richtige Schreibweise sind eine Herausforderung. Aktuell arbeite ich an meinem Text für den nächsten „Vertell doch mal“-Wettbewerb zum Thema „Kuddelmuddel“ und merke, dass ich meine Fehler mittlerweile besser erkennen kann.

Leider habe ich 2025 nicht so viel geschafft, wie ich mir vorgenommen habe. Das kennen sicher viele, die auch schreiben. Da kommt einem einfach das Leben dazwischen – und schon wird die Zeit knapp. Hilfreich finde ich den Schreibzeug-Podcast von Diana Hillebrand und Wolfgang Tischer, den ich regelmäßig höre. Die beiden greifen Themen rund ums Schreiben auf und erklären anhand von Beispielen und eigenen Erfahrungen, wie man besser schreiben kann.

Von mir wurden drei Texte 2025 veröffentlicht, davon zwei auf Plattdeutsch. An einer Lesung habe ich mit „Nathan der Unwissende“ teilgenommen. Ganz erfolgreich habe ich die erste Überarbeitung meines Romans vor mir hergeschoben und tue es noch, aber 2026 ist Schluss damit. Irgendwann muss ich damit ja mal damit anfangen, denn meine Testleserinnen und Testleser warten schon ganz ungeduldig darauf.

Besonders habe ich mich gefreut, im November eine Lesung von T.C. Boyle und Ben Becker in Hamburg erleben zu dürfen. Ben Becker liest so wundervoll und hatte sichtlich Spaß auf der Bühne. Das lange Anstehen bei der Signierstunde hinterher hat sich gelohnt, denn ich durfte ein wenig Smalltalk mit T.C. Boyle führen.

Gelesen habe ich vor allem plattdeutsche Kurzgeschichten und Schreibratgeber. Zwei Bücher haben mir in diesem Jahr besonders gut gefallen: „Scherbenpark“ von Alina Bronsky Scherbenpark – Alina Bronsky | Kiepenheuer & Witsch und „Die Geschichten in uns“ von Benedict Wells Diogenes Verlag – Die Geschichten in uns.

Ich wünsche allen Schreibenden, Dozent:innen und Literaturfreund:innen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ein großes Dankeschön geht an meine Schreibgruppe für den inspirierenden Austausch und die spannenden Diskussionen.

 

30.11.2025

 1. Stuckenborsteler Literaturgespräche

Auf www.autorenwelt.de bin ich auf die Ausschreibung für die 1. Stuckenborsteler Literaturgespräche aufmerksam geworden und habe mich mit Prosa- und Lyrik-Textproben beworben. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich dabei sein durfte. Vom 28.-30.11.2025 kamen 11 Autorinnen und Autoren aus ganz Deutschland, der Schweiz und Paris nach Stuckenborstel. Im Brettmannhaus, einem erst im September 2025 eröffneten Kulturzentrum, fanden zahlreiche Arbeitssitzungen statt, in denen wir nacheinander Texte vorstellten, die noch nicht fertig waren und zu denen wir uns ein Feedback wünschten. Da einige Teilnehmende nur Lyrik schrieben, andere nur Prosa, andere wiederum beides, waren die Textbesprechungen das, was man als „über den Tellerrand schauen“ bezeichnen konnte. Wir kannten uns zum großen Teil vorher nicht. Für mich war der Austausch mit Fremden spannend, da ich mich in meiner Schreibgruppe regelmäßig austausche, aber die Mitglieder schon lange kenne. Das Feedback bei den Literaturtagen war durchweg konstruktiv, kritisch und kollegial. Höhepunkt war die öffentliche Lesung, die am Samstagabend stattgefunden hat. Hier war es ein Genuss, die Vielfalt der Literatur zu erleben. Es gab zum Beispiel Gedichte mit einem Augenzwinkern, mit ernsten Themen wie dem Ukraine-Krieg und eine Kurzgeschichte über eine schwierige Kindheit mit Migrationshintergrund. Ich habe „Nathan der Unwissende“ gelesen, eine Geschichte, die sich um ein Pferd dreht, das in den 2. Weltkrieg hineingezogen wird. Am Sonntag fand eine Abschlussrunde statt, bei der sich die beiden Veranstalter Jürgen Schlusnus (Stuckenborstel) und Manfred Arens (Bahrdorf) ein Feedback von uns für die nächste Veranstaltung einholten. Die 2. Stuckenborsteler Literaturgespräche sind für Mai 2026 geplant.

(5) Jürgen Schlusnus holt Autorinnen und… – Rotenburger Kreiszeitung | Facebook

 

31.10.2025

Inktober 2025 19. Artic
Inktober 2025 19. Artic

Kreativer Exkurs: Heute ist der Inktober 2025 zu Ende gegangen. Bei dieser jährlichen Challenge (Infos siehe inktober.com) wird man aufgefordert, jeden Tag eine Zeichnung mit Tinte zu machen – jeweils zu einem vorgegebenen Thema. Das sind die sogenannten Prompts, die in einer Liste stehen. Die Zeichnungen kann man, wenn man möchte, via Instagram (#inktober) hochladen.

Inktober 2025 4. Murky

Im letzten Jahr habe ich das erste Mal mitgemacht. Danach war klar, dass ich auch 2025 wieder mitmache. Meine Zeichenkünste sind mit den vielen Profi-Zeichnungen auf Instagram nicht zu vergleichen, da ich nicht übe und auch nicht über das Fachwissen verfüge. Mir macht es einfach Spaß, ein Thema mit einer Zeichnung umzusetzen. Spannend finde ich, wie andere Zeichnerinnen und Zeichner die Themen umsetzen. Auf Instagram sind viele kreative Ideen und geniale Zeichnungen zu sehen, teilweise auch Filme, wie ein Bild entsteht. Waren meine Bilder im letzten Jahr noch mit 4,5 x 6,5 cm winzig, sind sie in diesem Jahr mit 7,5 x 10,5 cm schon stattlicher geworden.

31 kleine Zeichnungen auf vier Blättern mit einem Fineliner, Inktober 2024
Inktober 2024 Das Ergebnis: 31 Zeichnungen

Die Themen waren mal bildlicher umzusetzen, wie zum Beispiel „Starfisch „(Seestern) und „Artic“ (Arktisch), mal eine kleine Herausforderung mit „Heavy“ (Schwer), „Lesson“ (Lektion) oder „Reckless“ (Rücksichtslos). Im Prinzip ist der Inktober wie eine Schreibübung. Wie interpretiere ich das Thema? Wie schaffe ich es, die Idee zu Papier zu bringen?

Bei Instagram ist es möglich, einem Bild ein Lied zuzufügen. Es gibt eine sehr große Auswahl, quer durch alle Musikrichtungen. Das macht mir besonders viel Spaß, weil es das Bild, und damit das Thema, abrundet. In diesem Jahr habe ich zusätzlich noch Zitate und Sprichwörter unter die Bilder geschrieben und mich kreativ so richtig ausgetobt. Manchmal dauert bei mir die Suche nach einem passenden Lied länger als das Zeichnen.

Inktober 2025 28. Sketetal
Inktober 2025 28. Sketetal

Nach der Challenge 2024 merkte ich, dass ich das tägliche Zeichnen vermisste. Durch die vielen Skizzen habe ich automatisch geübt. Das Schraffieren mit meinem dünnsten Fineliner, Stärke 005, das entspricht 0,2 mm, wurde sichtbar besser. Vielleicht ist der Inktober für mich ein schönes Warm-up für den NaNoWriMo, der Schreib-Challenge im November, die morgen beginnt.

 

 

 

 

15.09.2025

Mitte September 2025 ist meine zweite Geschichte auf Plattdeutsch veröffentlich worden. Nathan der Unwissende, 2022 veröffentlicht, habe ich auf Anfrage für Quickborn – Zeitschrift für plattdeutsche Sprache und Literatur übersetzt. Da ich in diesem Jahr erst angefangen habe, Texte auf Plattdeutsch zu schreiben, bin ich der Redaktion von Quickborn sehr dankbar für das Korrekturlesen und Korrigieren. Da kam so einiges zusammen. Mit der Korrektur kann ich gut aus meinen Fehlern lernen. Aktuell vertiefe ich meine Plattdeutsch-Kenntnisse in einem Sprach-Kurs. Um mehr ins Schreiben zu kommen, möchte ich im November 2025, angelehnt an den NaNoWriMo,  plattdeutsche Kurzgeschichten und Gedichte schreiben. Dafür plotte ich bereits erste Ideen, damit es am 1. November zügig losgehen kann.

 

29.06.2025

Ich habe den 5. Platz von rund 700 Teilnehmenden bei dem Schreibwettbewerb „Vertell doch mal“ von NDR, Radio Bremen und Ohnsorg-Theater gemacht! Ich bin immer noch hin und weg von der Preisverleihung, die am 22.06.2025 im Ohnsorg-Theater in Hamburg stattfand. Dass mein Text zu den besten 25 Geschichten gehörte und in die Anthologie kommt, wusste ich bereits, aber dass ich unter den ersten fünf Plätzen war, erfuhr ich erst vor Ort. Mehr Aufregung geht nicht, dachte ich.

Das Video von der Preisverleihung ist in der Mediathek vom NDR (bis zum 22.06.2027 verfügbar) zu finden.

Da ich mit Rollstuhl nicht mal eben so vom Saal aus auf die Bühne gelangen konnte, hat mich ein Mitarbeiter vom Theater zum Backstage-Bereich begleitet und mir gesagt, was wann auf der Bühne passiert. Von dort aus konnte ich ohne Probleme auf die Bühne kommen und das Gesehen von der Seite aus verfolgen. Es war spannend, wie viele Menschen hinter den Kulissen an der Veranstaltung beteiligt waren.

Beate Kiupel stellte sich mir vor. Sie ist die Schauspielerin vom Ohnsorg-Theater, die meinen Text vorgetragen hat. Für mich ist es wie ein Geschenk, meine eigene Geschichte so lebendig vorgetragen zu bekommen. So hätte ich den Text nicht vorlesen können.

Ich war bei der Preisverleihung als Erste dran. Auf der Bühne interviewte mich Yared Dibaba. Es fiel mir vor Aufregung schwer, Plattdeutsch zu sprechen. Ich kann das eigentlich besser, aber ich bin keine Rampensau, die es gewohnt ist, auf einer Bühne zu stehen – und dann auch noch auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters.

Nach der Preisverleihung gab es noch einen kleinen Imbiss im Foyer. Dort hat mich eine Frau angesprochen, weil ihr meine Geschichte sehr gefallen hat. Sie sagte, sie sei 82 Jahre alt und wäre noch nie auf einer Demonstration gewesen. Warum eigentlich nicht, fragte sie sich und meinte, sie würde das mal machen, das mit dem Demonstrieren. Mich hat es sehr berührt, dass die Dame sich die Botschaft meiner Geschichte zu Herzen genommen hat.

Nach der Preisverleihung bekam ich viele Glückwünsche von Freunden und Bekannten. Ich bin erstaunt, wie viele Berichte im Radio, Fernsehen und im Internet von der Preisverleihung gemacht wurden. Die Aufzeichnung der Veranstaltung kann man auf der Internetseite vom NDR unter „Vertell doch mal 2025“ sehen. Ich hoffe, dass auch im nächsten Jahr wieder viele Plattsnackers mitmachen. Das Thema ist dann „Kuddelmuddel“. Eine erste Idee habe ich schon im Kopf.

 

8.04.2025

Wettbewerb „Vertell doch mal“: Meine plattdeutsche Kurzgeschichte hat es in die Reihe der 25 Finalisten geschafft und wird im Juni 2025 in einer Anthologie mit dem Titel „Mit’nanner“ erscheinen. Dascha ’n Ding! Was für eine schöne Überraschung! Darüber freue ich mich sehr. Bin gespannt auf die Gewinnertexte, die bei der Preisverleihung im Ohnsorg-Theater in Hamburg vorgelesen werden.

Zurzeit lese ich „Die Geschichten in uns“ von Benedict Wells, Diogenes Verlag AG Zürich, 2024. Dieses Buch ist ein Schreibratgeber der besonderen Art, da Benedict Wells sehr persönlich von seinen Schreiberfahrungen berichtet und diese mit einem Rückblick auf sein Leben verbindet. Dazu gehören Phasen von Misserfolg und Zweifeln  – und Wege aus Krisen. Ich finde mich an vielen Stellen wieder und bin dankbar, dieses Buch zu lesen und daraus zu lernen. Auf Seite 162 erzählt er, dass er die Urfassung von „Vom Ende der Einsamkeit“ von 800 Seiten auf 355 gekürzt hat. Das hat mich beeindruckt und gleichzeitig beruhigt, da mir bei meinem Roman ebenfalls massive Kürzungen bevorstehen.

 

21.02.2024

Das Jahr fängt gut an. In der Anthologie „Kunterbuntes Frühlingserwachen“ vom Pohlmann-Verlag wird ein Gedicht von mir, das „Gerangel im Beet“ heißt, erscheinen.

Jetzt im Februar habe ich zum ersten Mal eine Kurzgeschichte auf Plattdeutsch geschrieben und beim Wettbewerb „Vertell doch mal“ zum Thema „Mit’nanner“ eingereicht. Der NDR, Radio Bremen und das Ohnsorg-Theater veranstalten seit ein paar Jahren diesen Schreibwettbewerb. Ich habe gelesen, dass im letzten Jahr rund 700 Menschen mitgemacht haben. Bei diesem Wettbewerb fand ich es am schwierigsten, dass man nur anderthalb DIN A4 Seiten einreichen durfte. Das ist – egal ob Hochdeutsch oder Plattdeutsch – schon eine Herausforderung. Plattdeutsch zu schreiben ist auch nicht so einfach, da es regional große Unterschiede in der Aussprache und Wortwahl gibt, teilweise schon zwischen benachbarten Dörfern.

Die plattdeutsche Kurzgeschichte ist für mich auch eine gute Übung gewesen, da ich das Theaterstück, das ich gerade schreibe, selbst ins Plattdeutsche übersetzen möchte. Mir ist aufgefallen, dass es mir leichter fällt, Dialoge auf Platt zu schreiben als Beschreibungen von Szenen oder Orten. Aber auch hier gilt: Üben, üben, üben. Ich arbeite nebenbei ein Lehrbuch  für Plattdeutsch durch. Für das Theaterstück lese ich zurzeit das Buch „Mein erstes Stück“ von Roger A. Hall, Verlag Zweitausendeins. Hall führt in kleinen Schritten in das Theaterstück-Schreiben ein, bietet Übungen an und zeigt anhand von vielen Beispielen, die ausgewertet werden, wie es funktioniert.

 

Anthologie „Zeitwellen“ Über 50 nachdenkliche Geschichten zu 13 Bildern. Leseprobe aus „Nathan der Unwissende“ bei Minute 5:48